Technische Hilfe bei der FF Glöwen

Wenn ein Unfallfahrzeug auf der Seite liegt und eine verletzte Person darin eingeschlossen ist, zählt jeder Handgriff. Um für solche Einsatzlagen vorbereitet zu sein, haben wir gemeinsam mit der FF Glöwen eine Übung zur technischen Hilfeleistung durchgeführt.
Unter Anleitung der Kameraden aus Glöwen konnten wir dabei unser Wissen auffrischen, verschiedene Vorgehensweisen ausprobieren und vor allem eines trainieren: Wie schaffen wir möglichst sicher und effektiv einen Zugang zu einer verletzten Person?
Erst sichern, dann retten
Nach einer kurzen theoretischen und technischen Einweisung ging es direkt an das Übungsfahrzeug.
Der erste Schritt war die Sicherung des auf der Seite liegenden Fahrzeugs. Dabei kam unter anderem das StabFast-System zum Einsatz. Die Übung bot uns die Gelegenheit, die verschiedenen Möglichkeiten des Systems kennenzulernen und praktisch auszuprobieren.
Denn bevor mit der eigentlichen Rettung begonnen werden kann, musste zunächst sichergestellt werden, dass sich das Fahrzeug während der Rettungsmaßnahmen nicht unkontrolliert bewegt.
Welcher Rettungsweg ist der richtige?
Anschließend beschäftigten wir uns mit den verschiedenen Möglichkeiten, einen Zugang zum Patienten zu schaffen. Abhängig von Unfalllage, Fahrzeugposition und Verletzungsmuster kommen unterschiedliche Rettungswege infrage.
Gemeinsam wurden verschiedene Varianten besprochen und anschließend direkt am Fahrzeug ausprobiert.
Dabei kamen auch das Glasmanagement und die hydraulische Rettungsschere zum Einsatz. Schließlich wurde das Dach des Unfallfahrzeugs entfernt, um einen möglichst geräumigen Zugang zum Patienten zu schaffen.

Wenn aus dem Unfallfahrzeug ein Cabrio wird
Da es sich bei unserem Übungsfahrzeug um ein ausgedientes Fahrzeug handelte, konnten wir im Anschluss noch einige weitere Möglichkeiten der technischen Rettung demonstrieren.
So wurde unter anderem die Lenksäule nach oben gezogen, um zu zeigen, welche Möglichkeiten sich bei einer eingeklemmten Person im Bereich des Fahrers ergeben können.
Zum Abschluss durfte dann auch der Spreizer noch einmal zeigen, was in ihm steckt: Das Fahrzeug wurde Stück für Stück zusammengerollt.
Natürlich ein Anblick, den man im echten Einsatz möglichst nicht erleben möchte – als Demonstration der Leistungsfähigkeit unserer hydraulischen Rettungsgeräte war es allerdings umso beeindruckender.

Gemeinsam üben, voneinander lernen
Die Übung bei der FF Glöwen war für uns eine hervorragende Gelegenheit, die technische Hilfeleistung praktisch zu trainieren und verschiedene Rettungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Ein großes Dankeschön geht daher an die Kameraden der FF Glöwen für die Vorbereitung, die fachkundige Anleitung und die gemeinsamen Ausbildung.
Denn technische Hilfeleistung ist Teamarbeit – und gute Zusammenarbeit beginnt beim gemeinsamem Üben.
